Brennholz trocken genug? Spülmittel-Test & Holzfeuchte im Video
Ist mein Brennholz trocken genug für den Kaminofen? Im kurzen Ofen-Team-Video zeigen wir einen einfachen Trick mit Spülmittel. Dabei wird sichtbar, ob sich Luft durch einen Holzscheit pressen lässt. Das ist ein spannender Versuch – aber noch keine zuverlässige Messung der Holzfeuchte.
Der Spülmittel-Trick: So funktioniert der Holz-Test
- Ein Stück naturbelassenes, möglichst geradfaseriges Brennholz bereitlegen.
- Auf die Stirnseite einige Tropfen Spülmittel geben und leicht verteilen.
- Von der gegenüberliegenden Stirnseite kräftig Luft durch das Holz blasen.
- Beobachten, ob sich am Spülmittel Blasen oder Schaum bilden.
Was zeigt der Versuch? Bildet sich Schaum, konnte Luft durch das Holz hindurchströmen. Die Durchlässigkeit hängt aber nicht nur von der Feuchte ab, sondern auch von Holzart, Faserverlauf, Rissen und Scheitlänge. Selbst bei einer erfolgreichen Schaumbildung lässt sich daraus kein bestimmter Feuchtewert und keine sichere Freigabe zum Verheizen ableiten. Bleiben Blasen aus, muss das Holz umgekehrt nicht zwangsläufig zu feucht sein.
Wie trocken sollte Brennholz sein?
Für eine möglichst günstige Holzverbrennung empfehlen die deutschen Umweltbehörden einen Wassergehalt von etwa 15 bis 20 Prozent. Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung nennt für die betreffenden Brennstoffe einen Feuchtegehalt unter 25 Prozent, bezogen auf das Trockengewicht. Wichtig: Wassergehalt und Holzfeuchte sind unterschiedliche Bezugsgrößen; 20 Prozent Wassergehalt entsprechen 25 Prozent Holzfeuchte.
Entscheidend ist außerdem die Bedienungsanleitung Ihres Kaminofens: Verwenden Sie nur naturbelassenes Holz in der freigegebenen Art und Scheitgröße. Zu feuchtes Brennholz begünstigt eine unvollständige Verbrennung, erhöht den Brennstoffbedarf und verursacht vermeidbare Emissionen.
Holzfeuchte mit einem Messgerät richtig prüfen
- Holzscheit frisch spalten: Nicht nur die trockene Außenseite messen.
- Auf der frisch freigelegten Innenfläche prüfen: Die Messspitzen nach Vorgabe des Geräts ansetzen und die Holzart-/Temperaturkorrektur beachten, sofern vorgesehen.
- Mehrere Scheite messen: Ein einzelnes Stück bildet den ganzen Stapel nicht zuverlässig ab.
- Prozentangabe verstehen: Prüfen, ob das Messgerät Holzfeuchte bezogen auf Trockenmasse oder Wassergehalt bezogen auf Gesamtmasse anzeigt.
Der Spülmitteltest ist also ein interessanter Alltagsversuch. Für die Entscheidung, ob Brennholz wirklich ausreichend trocken ist, ist eine korrekt durchgeführte Messung aussagekräftiger.
Häufige Fragen zur Holzfeuchte
Bedeutet Schaum auf dem Holz automatisch, dass es trocken ist?
Nein. Schaum zeigt lediglich an, dass unter den Bedingungen des Versuchs Luft hindurchströmen kann. Für eine belastbare Aussage über die Holzfeuchte braucht man ein geeignetes Messverfahren.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Je nach Holzart, Scheitgröße und Lagerbedingungen benötigt Brennholz häufig ein bis zwei Jahre. Wichtig sind ein luftiger Stapel, Schutz vor Regen und ausreichend Abstand zum Boden. Vor dem Verheizen sollte die Feuchte tatsächlich geprüft werden.
Ofen Team: Weitere Tipps und Ofenberatung im Rhein-Main-Gebiet
Mehr erfahren Sie in unseren Tipps zum richtigen Heizen mit Holz und in der Ofen-Videogalerie. Sie suchen einen passenden Kaminofen oder haben Fragen zu Brennholz, Ofenbetrieb und Schornstein? Ofen Team / Ofenhaus Mainspitze berät am Standort Neckarstraße 47a, 65462 Ginsheim-Gustavsburg – auch für Interessierte aus Mainz, Wiesbaden und der Region.
Kaminöfen entdecken · Ausstellung und Öffnungszeiten · Beratung anfragen
Quellen zur fachlichen Einordnung: Bundesumweltministerium: Der passende Brennstoff sowie § 3 der 1. BImSchV. Der gezeigte Spülmitteltest ersetzt keine anerkannte Holzfeuchtemessung.


